Zur inneren Gelassenheit finden im Kreisverwaltungsreferat (KVR) München

Gerade einmal vier Stunden hat es gedauert, bis ich im Kreise 169 weiterer Personen meinen neuen EU-Kartenführerschein beantragen konnte. Zur Prüfungsanmeldung zum Bootschein muss mein KFZ-Führerschein vorliegen. Nichtsahnend parkte ich im kühlen Parkhaus des KVR und begab mich in die Minen von Moria. Dass sich mir dabei die Gelegenheit bieten würde, die Tipps des Dalai Lama zu befolgen, wusste ich da noch nicht.

Ich hielt Wartenummer 854 mit einer Wartezeitangabe von 198 Minuten offen gestanden für einen Fehler im System der Anzeigentafel. Es war gerade Nummer 632 dran. Jetzt ist das KVR fortschrittlicher in der Technik, als man denkt. Ein Barcode ist auf den Wartezettel gedruckt und was mache ich mit Barcodes, wenn ich sie sehe? Richtig. Ich scanne sie. Natürlich mit barcoo. Jedenfalls sagte barcoo dasselbe, wie die Anzeigentafel vor mir und das machte mich stutzig. Ich vertraue barcoo, einfach und allein deshalb, weil ich notfalls Benny Thym persönlich einen Krug Wasser über den Kopf kippe, wenn es versagt. So stand ich nun, ich armer Thor und war so… tierisch angepisst, aber es half ja nix. Ich möchte schließlich segeln.

Was fängt man mit unerwartet langen Wartezeiten an?

Schritt 1: Kein Mangel, sondern ein Geschenk.
Du änderst als erstes Deine Wahrnehmung von „Alles scheiße!“ in „Oh, ein Geschenk.“ Das Leben hält Dir gerade zwei Tabletts hin. Auf dem einen Tablett liegen Wut, Nerv, Frust, miese Laune. Auf dem anderen Tablett liegen Ruhe, Zeit zum Nachdenken, Zeit für´s Sortieren und Ordnen, Zeit für Telefonate, Zeit für Emails, Zeit für einen Spaziergang, Zeit um neue Menschen kennen zu lernen, Zeit für einen Kaffee.

KVR 2Ich habe mich für Tablett „Oh, ein Geschenk.“ entschieden. Im 4. Stock des KVR befindet sich eine Cafeteria (schlimmer, als das SoWi Café im Oec damals – sofort ein Gefühl von Zuhause). Dort saßen erstaunlich wenige Leute! Wo waren die anderen 169 Menschen, die mir mein Wartezettel versprochen hat? Die saßen ernsthaft alle unten im Wartebereich F. Erstaunlich, wie viele Menschen sich für Tablett „Alles scheiße!“ entscheiden.

Schritt 2: Das Tablett leer futtern
Du schaust mal nach, was alles auf Deinem Tablett liegt. Dann machst Du Dich dran, das Tablett zu leeren.

Ich begann mit meinen Emails, führte Telefonate, futterte mein Mittagessen, machte einen Spaziergang, räumte mein Auto samt Kisten mit Trainingsmaterial aus und wieder ein. Überlegte mir neue Newsletter-Header und quälte meine SBF-Binnen App. Danach war mein Handy leer und anderthalb Stunden Warten lagen noch vor mir.

Schritt 3: Du starrst das leere Tablett an und spiegelst Dich darin
Wenn Du alles weggeputzt hast und sogar das Tablett spiegelglatt abgeleckt, sodass nicht ein einziger Krümel mehr übrig bleibt, dann kommt jetzt das größte Geschenk. Du hältst das Tablett wie einen Spiegel vor Dein Gesicht. Wen erwartest Du, darin zu sehen? Dich. Wie soll der Mensch aussehen, den Du anschaust? Angekotzt und genervt – oder gelassen und glücklich?

Es kam also der Punkt, an dem es nichts mehr zu erledigen gab. Jetzt war „Sitzen und Warten“ dran. Ich kenne die Nummer, ich mache das jeden Morgen. Ich sitze einfach nur herum. Es ist spannend, was dabei passiert. Alle möglichen Gedanken und Gefühle poppen jetzt hoch. Du heißt sie alle herzlich willkommen (ja, auch die Arschgeigen wie „Ärger“, „Frust“, „Angst“ usw.) und gibst ihnen die Erlaubnis, weiterziehen zu dürfen. Es geht in solchen Momenten nicht darum, sich gegen Gefühle zu wehren oder sie krampfhaft fest zu halten. Gefühle wollen einfach nur wahrgenommen werden. Sobald Du den Kopf dazu einschaltest und versuchst, sie zu erklären oder zu bändigen, lieferst Du Dich aus und sie bekommen Macht über Dich. Deine Entscheidung, jeden Tag. Wenn Du Ruhe in Deinem Leben wünschst, findest Du sie nachhaltig nur in Dir selbst. Im Zweifel sogar im KVR München, inmitten von Leuten, die Tablett „Alles scheiße!“ gewählt haben. Dieses Tablett übrigens, das füllt sich immer wieder von selbst. Kaum hast Du „Nerv“ gefuttert, kommt „Nerv“ nach. Du ahnst es: dieses Tablett wird niemals leer und Du wirst niemals fertig sein. Du wirst Dich niemals darin spiegeln können, weil es immer verschmutzt ist. Tablett „Alles scheiße!“ liefert Ärger. „Alles scheiße!“ kann aber nichts dafür! Es ist, was es ist. Wenn Du es auswählst, ist das Deine Schuld – nicht die vom Tablett.

Schritt 4: Life is life! Na na naaa naaa na.
Genug gesehen, genug gefühlt? Herzrhytmus langsam, Puls gesenkt, Arme und Beine lässig von Dir gestreckt? Jetzt kommt der lustige Part.

Mich hat eine TV-Serie in meinem Leben echt geprägt. Ally McBeal! Ally ist eine Anwältin, deren Gedanken bisweilen abgedreht und schräg sind, genau wie ihr Dasein an sich. Ally hat eine Lebenshymne. Meine ist „Searchin´my soul“ von Vonda Shepherd. Es eignen sich viele Songs als Lebenshymnen, finde ich. Vielleicht hast Du auch eine, ohne es zu wissen? Schau mal nach. Auf jeden Fall höre ich im Geiste „Searchin´my soul“, wenn ich die Menschen in meinem Umfeld wahrnehme und all den Frust und Ärger sehe, der in ihren Gesichtern parkt. Die Krux ist, dass ich das nur erkennen kann, wenn ich ruhig und bei mir bin. Schritte 1-3. Tablett „Oh, ein Geschenk.“ Das ist wirklich keine leichte Übung, dennoch wird sie leichter mit jedem Mal der Ausführung. Die Alternative kotzt mich ehrlich gesagt zu sehr an. Mir schmeckt „Alles scheiße!“ einfach nicht (mehr). Nun sitzt Du in solchen Momenten zwischen einer Horde (wir sind in Moria, denk dran) frustrierter Orcs, äh, Menschen und bist selbst die Ruhe in Person. Mach Dir mal den Spaß und sprich in einem solchen Zustand einen der Frust-Genossen an. Sei nachsichtig, der futtert seit drei Stunden von Tablett „Alles scheiße!“ und glaubt den Mist auch. Wenn er an die Decke geht, hat das nichts mit Dir zu tun! Frag was einfaches wie: „Wo haben Sie eigentlich Ihren letzten Urlaub verbracht?“

Ich sag jetzt nichts weiter. Tu es einfach!KVR München Führerschein KFZ Zulassung Führerscheinentzug Innere Gelassenheit

Schritt 5: Feiere Deine Erfolge!

Es ist 17.13 Uhr. Vier Stunden „Oh. Ein Geschenk.“ liegen hinter mir. Ich bin dankbar für meine Erkenntnis, dass ich wählen darf, ob ich mich aufrege oder nicht.

Vonda Shepherd trällert „Searchin´my soul“, ich kurve mit heruntergelassenen Fenstern durch Münchens Feierabendverkehr und spüre den Fahrtwind auf Armen und Gesicht. Jetzt fehlt nur noch der Geruch des Meeres und ein bisschen Gischt. Das Display meines Navis zeigt überall Stau. Im Radio werde ich aufgefordert, bestimmte Bereiche weiträumig zu umfahren. Wie durch ein Wunder fahre ich völlig ungehindert an den wartenden Autos vorbei und komme so schnell zu Hause an, wie noch nie während Feierabendverkehr und Touristeninvasion.

Nein, es ist kein Wunder. Tablettlieferservice „Alles scheiße!“ hat einfach unglaublich viel Zulauf. Die Schlange bei „Oh. Ein Geschenk.“ ist in der Regel sehr viel kürzer. Je nachdem, wo man sich einreiht, lernt man die einen, oder die anderen Menschen kennen. Ich wünsche Dir, der/die Du diese Zeilen liest, dass wir uns bald mal treffen, nachdem Du „Oh. Ein Geschenk“ leer gefuttert hast.

Ich bin neugierig – was machst Du so, wenn Du unerwartet lange Warten darfst?

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Gehirnknoten versus Seemannsknoten oder: Wie man Knoten im Leben löst

Knoten Seemansknoten Lebenshilfe Lebensratgeber Life Coaching SegelnInstinktiv wusste ich, dass das Knoten von Seemannsknoten zu meinen leichtesten Übungen gehören wird. Warum? Weil ich Knoten nahezu magisch anziehe. In Lebenshilferatgebern heißt es oft: „Sie manifestieren alles selbst in Ihrem Leben. Ihr Glück, Ihr Pech, Ihre Liebe, Ihr Geld…“ usw. In meinem Leben gibt es eine grandiose Anzahl an Knoten und ehemaligen Knoten. Kaum packe ich eine Sache an, schon kommt der Knoten in Form eines Problems dazu, manchmal sogar mit Haken am Ende. 

Nehmen wir beispielsweise den Palstek. Wer nicht weiß, was ein Palstek ist, guckt einfach dieses Video. Dazu gibt es die Geschichte einer Schlange, die in den See taucht und eine Runde schwimmt. Schließlich kriecht sie um einen Baum, um danach wieder in den See zu tauchen. So weit, so gut. Meine Schlange, das habe ich vermehrt fest gestellt, bleibt häufig am Baum hängen und verwickelt sich im Geäst. Zurück bleibt ein stattlicher Knoten – der bombig fest hält. Darum geht es bei der Segelscheinprüfung leider nicht. Ein Palstek muss aussehen wie ein Palstek.

Im Leben ist das anders. Da ist ein Knoten ein Knoten und Du musst verdammt noch mal zusehen, wie Du das Ding wieder aufkriegst. Wenn der Lebensprüfer kommt, ist es zu spät, zumindest für die meisten von uns. Also müssen wir zusehen, dass wir entweder keine Knoten basteln oder sie so schnell wie möglich gelöst kriegen.

Hier ein paar einfache Schritte zur Lösung von Problemknoten im Leben:

1. Was kann ich aus diesem Knoten lernen? Ernsthaft. In jedem Problem liegt die Chance, etwas zu lernen. Was lernst Du gerade?

2. Was habe ich übersehen, dass dieser Knoten entstehen konnte? Irgendetwas hat dazu geführt, dass Du dieses Problem bekommen hast. Du bist kein Opfer Deiner Umstände, zumindest in den seltensten Fällen. Was kannst Du zukünftig besser machen, damit Du nicht mehr in eine solche Schieflage gerätst?

3. Welchen Kurs kann ich einschlagen, damit dieser Knoten nicht mehr entsteht? Viele Knoten im Leben lösen sich durch Verhaltensveränderungen und Veränderungen von Denkweisen.

4. Kennt jemand sinnvolle Knotenauflösungen? Du musst das Rad nicht neu erfinden. Es hat vor Dir schon Menschen auf dem Planeten gegeben, die sehr ähnliche Probleme hatten oder haben – und eine Lösung fanden. Frage sie um Rat!

5. Knoten an Knoten, wie auf der Perlenschnur? Shit happens, Schau nicht in die Vergangenheit, sondern konkentriere Dich auf Gegenwart und Zukunft. Nur die Gegenwart kannst Du ändern. Die Vergangenheit ist… vergangen. Sie ist unabänderbar.

6. Knoten lösen macht Spaß! Es gibt tatsächlich Leute, die haben Spaß am Lösen von Problemen. Weil sie sagen, dass das Wachstum bedeutet, welches in Gelassenheit mündet. Was heute noch als unlösbare Herausforderung für Dich erscheint, bewirkt morgen nur noch ein zufriedenes Lächeln in Deinem Gesicht.

Wir segeln alle! Manche über See, andere durchs Leben. Was sind Deine Strategien, um die Knoten des Lebens zu lösen? Wenn Du Lust hast, schreibe einen Kommentar und teile Deine Erfahrungen mit anderen (Lebens-)Seglern!

Angst über Bord! Manöver klar machen zum Ersaufen lassen…

„Mann über Bord entspricht heute nicht mehr der political correctness. Wir sagen jetzt Mensch über Bord.“ Mario, unser Segellehrer, weiht uns in die ersten Schritte des Segelns ein. Dazu gehört auch das Verhalten im Notfall. Phaedra hält kurz inne und legt ihr durchgeknautschtes Lammohr beiseite. Fragend blickt sie mir mitten ins Gesicht. Ja, Hund, ich denke das gleiche. Auch mir ist es pupsegal, wie wir das Manöver nennen. Mann über Bord, Frau über Bord, Hund über Bord – was auch immer die Mannschaft in dem Moment schreit, wenn wir ungewollt ins Wasser plumpsen, wir wollen gerettet werden. Alle sollen gerettet werden. Außer meine Angst, die will ich gerne ersaufen lassen!

Dieser Blog beschreibt eine Reise vor der Reise, während der Reise und, je nachdem wie es ausgeht, nach der Reise. Die Mannschaft hat aktuell zwei mal zwei Beine und ein mal vier Beine. 

Phaedra und ich, wir sind Landeier. Beide sind wir der Meinung, dass der Herrgott uns sicherlich mit Schwimmhäuten und Kiemen ausgestattet hätte, wenn das Wasser unser Element hätte sein sollen. Zu meinen glücklichsten Momenten gehört es, mit meinem Hund durch hohes Gras zu schleichen, ihr beim Sprinten zu zu schauen, sie beim Schnüffeln anzufeuern. Kurzum: sie Hund sein zu lassen. Und wo leben Hunde? An Land.

IMG_0829„Angst ist ein schlechter Begleiter beim Segeln, man muss Souveränität beibehalten.“ Mario zeigt ein Video mit Windstärke 10. Abgebrochene Masten, Boote die übereinander liegen. „Du brauchst immer einen Plan. Immer. Die Sicherheit bei der Planung kommt über die Jahre.“ Ein Glück, denke ich. Denn ich habe noch 15 Jahre Zeit, bis mein Mann und ich unsere Lebensträume zusammen legen.

Ich will die Welt bereisen. Schon immer. Ich will sie durch die Augen ihrer Menschen sehen, durch ihre Pflanzenwelt wandern und ihre Tiere schützen. Irgendwie hatte ich die letzten 34 Jahre das Wasser dabei übersehen. Gemessen an der Tatsache, dass unser Planet hauptsächlich von Wasser überzogen ist, ganz schön behämmert. Wasser sichert außerdem das Leben. Wasser und ich – wir hatten uns irgendwie immer verpasst. Bis Jörn kam.

Mitten ins Herz getroffen, fangen manche Menschen an zu leben
Eines Abends, als wir in unserer legendären Küche in Münchens Kattowitzerstrasse standen, trafen mich die Worte meines Mannes mitten ins Herz. Wer jemals einen Moment erleben durfte, in dem ein Mensch von seinem Traum oder seiner Lebensvision erzählt und es mit jeder Faser seines Körpers weiß, dann brauche ich nicht viel mehr schreiben, als das. Wer es nicht erlebt hat: Du kannst es in den Augen sehen, an der Stimme hören und in der Brust spüren. Es haut dich einfach um. Du kommst nicht auf die Idee, nach dem „Ja, aber…“ zu suchen. So ging es mir zum ersten Mal in meinem Zusammensein mit Jörn. Wer meinen Mann und mich kennt, vermutet hinter der Idee einer Auszeit oder eines Lebensabends auf See eher ein Hirngespinst von mir. Jörn ist der Denker, Planer, Kritiker. Ich bin die Kreative, Revoluzzer, Visionärin. Ihr dürft mir glauben, dass ich schwankte in meinen Gefühlen. Unfassbare Freude („juhu, er wird endlich abenteuerlustig!“) gepaart mit Überforderung („Ich kann nicht Segeln. Fischen. Surfen. Tauchen. Gerade so schwimmen. Ohne Hund Leben!“) Ich half mir mit dem, was mich bislang immer gerettet hat: geh dorthin, wo die Angst winkt. Sie lädt dich zum wachsen ein.IMG_0821

Ein halbes Jahr später buchte ich einen ersten Segelkurs. Im Kopf bereits angemeldet für alles, was man an Scheinen und Qualifikationen für den Segelsport überhaupt machen kann, wenn man Richtung Blauwassersegeln strebt.

Die Reise beginnt mit dem ersten Schritt
„Du kannst sogar eine medizinische Grundausbildung machen und lernst, wie man Haut an toten Schweinen näht.“ Marion zwinkert mir zu. Ich mache mir eine Notiz: lernen, wie man klaffende Wunden versorgt und zunäht.

Ende Juli 2015 sitzen Jörn, Phaedra und ich also bei ABC Wassersport in München und pauken alles Rund ums Boot, seemännisches Arbeiten (das darf man so schreiben, seemenschliches Arbeiten gibt es noch nicht als Wort), Wetterkunde, Motorkunde, Schallsignale… Als meine mitfühlende Begleiterin verkauft, erhält Phaedra die Genehmigung zur Teilnahme am Theoriekurs. Sie wird mich niemals persönlich auf diesem finalen Trip um die Welt begleiten, das steht fest. Kein Hund wird das. Trotzdem ist sie JETZT dabei, denn sie gehört zu unserem Leben. Mit ihrer freundlichen, verspielten Art schleicht sie sich schnell in alle Herzen der Teilnehmer und wickelt Seminarleiter und Geschäftsführer um den Finger. Der Bootshund, der Seehund, der Wassersuchund. Ich grinse nur. Wenn die wüssten…

Hier ist der Weg das Ziel. Schritt für Schritt die bewusste Verabschiedung von einer altbekannten Lebensweise hin zu einer neuen. In 15 Jahren sind wir 15 Jahre verheiratet. Wir haben neue Freunde und alte. Menschen, die wir heute noch anrufen, werden dann nicht mehr leben. Phaedra wird nicht mehr leben. Wir werden einen ganzen Haufen Segeltörns gefahren sein und Logbucheinträge sind selbstverständlich. Was heute völlig unbekanntes Terrain für mich ist, wird morgen so selbstverständlich sein wie das Training eines Hundes.

IMG_0825Das Leben mit Leben füllen
Ein Knoten ist eine Seemeile pro Stunde. 80 Zentimeter auf einem Masssband sind achtzig Jahre leben. Wie füllen wir unsere Jahre mit Leben? Wieviele Zentimeter, wieviele Seemeilen wollen wir mit Zeit verbringen, die uns nicht erfüllt? Woher weiß ich, dass dieses Projekt nicht wahnsinnig bescheuert ist, wo ich gerade mal 4 Segeltörns in meinem Leben gesegelt bin? Die Antwort ist: ich weiß es nicht. Manche Dinge im Leben, ich behaupte sogar die meisten, kann der Verstand nicht erfassen. Manche Dinge, die fühlt man einfach. Wenn ich etwas erfahren habe, dann das.

Logbucheintrag
Heute ist Sonntag, 26. Juli 2015. Die Sicht ist klar, es ist sonnig, kaum Wolken am Himmel. Die Temperaturen liegen bei 19 Grad. Wir haben festen Boden unter den Füßen, halten uns für wahnsinnig und unsere Gehirne sind verknotet, ganz wie der schlecht gemachte Palstek in meiner Hosentasche.